Vergrößerte Lymphknoten am Hals

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JuliaH

Re: Vergrößerte Lymphknoten am Hals

Beitrag von JuliaH » 30.09.2020, 11:26

hey,

ich glaub es ist sinnvoll direkt zum Arzt zu gehen und nicht soviel auf „Hausmittel“ zu vertrauen. Die können schon helfen aber net immer… laut https://www.mooci.org/allgemeinmedizin/ ... mphknoten/ sollte man relativ rasch einen Arzt aufsuchen. Wie hat sich das bei euch mit den Lymphknoten entwickelt? Merkt jetzt auch Jahre später noch was?

lg

Gisela

Re: Vergrößerte Lymphknoten am Hals

Beitrag von Gisela » 30.01.2014, 18:22

Hallo Christine,

ich hatte noch keine Therapie, laut Aussage meines Hämatologen muss ich irgendwann damit rechnen.

Gruss Gisela

cicici
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Re: Vergrößerte Lymphknoten am Hals

Beitrag von cicici » 23.01.2014, 11:08

Hallo Gisela,

hattest du denn schon eine CLL- Therapie?

Lg, Christina

seoul1
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Re: Vergrößerte Lymphknoten am Hals

Beitrag von seoul1 » 23.01.2014, 09:19

Hallo nebelzauerer,
Das ist doch eine beruhigende Nachricht. Hoffentlich bleibt es dabei und vielleicht halten Deine t-zellen das alles unter Kontrolle.
Mein gestriger Ultraschall nach drei Zyklen ergab, nichts, keine LKs.
Leber wieder völlig normale Größe und Milz minimal vergrößert.
Lasse gerade MRD untersuchen.
Dir drücke ich die Daumen, dass die cll wie bei sehr vielen, gar nicht ausbricht.
Viele wissen gar nicht um ihre Diagnose .

Gisela

Re: Vergrößerte Lymphknoten am Hals

Beitrag von Gisela » 22.01.2014, 20:33

Hallo Nebelzauberer,

2003 wurden bei mir erstmals vergrößerte Lymphknoten ( ca.2 cm) diagnostiziert, die Ursache wurde nicht gefunden, trotz gründlicher Diagnostik.
2009 ergab eine Mammographie viele bis 3cm vergrößerte Lymphknoten. Diesmal wurde die Diagnose " CLL " nach umfangreichen Blutentnahmen gestellt. Ich war geschockt !!
Mittlerweile habe ich mich auf meine Krankheiten eingestellt.
2012 kam die Diagnose Darmkrebs. Sofortige OP folgte, kein Lymphknotenbefall, keine anschließende Therapie notwendig.
8 Wochen nach der OP konnte ich wieder arbeiten gehen.
Darmspiegelung 21 Monate nach OP i.O.
37 Monate vor der Darmkrebsdiagnose war ich zur Vorsorgeuntersuchung , ohne Befund , innerhalb von 3 Jahren hat sich ein 6 cm großer Tumor gebildet.
Darmkrebs tritt gern als Zweitkrebs bei CLL auf wurde mir zur diesjährigen Reha gesagt , deshalb Vorsorge in Anspruch nehmen.
Meine Blutwerte sind verhältnismäßig gut. Leukos immer unter 10 000.
Nach meiner OP bekam ich Immunglobulininfusionen, , um die Abwehr zu stärken.
Ich werde 63 Jahre und gehe in diesem Jahr in Rente. 2003 haben wir ein Haus gebaut, mittlerweile schuldenfrei.
Ich bin froh , dass mich meine Erkrankungen nicht entmutigen konnten.
Seit 5 Jahren lese ich regelmäßig in diesem Forum.

Leidensgenossin Gisela

Nebelzauberer
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Re: Vergrößerte Lymphknoten am Hals

Beitrag von Nebelzauberer » 21.01.2014, 20:31

Danke an alle für die Antworten. Ich war gestern beim Ultraschall bei einem Internisten, der darauf spezialisiert ist, zugleich mein Hausarzt ist und der mir das Glück beschert hat, dass ich dank seiner Akribie weiß, dass ich CLL habe. Trotzdem musste auch er ganz schön suchen und ich musste ihm die Knubbel zeigen. Er meinte, sie seien zu 99,9 Prozent nicht wirklich vergrößert (zwischen 5 und 8 mm groß, mandelförmig und mit den typischen Lymphflusszeichen versehen) oder gar pathologisch, sondern vielmehr Normalbefund, wie man es bei ihm auch finden würde. Einen Zusammenhang mit der CLL sehe er nicht. Da sich das mit der Aussage meines Onkologen deckt, bin ich erst einmal beruhigt. Zumindest sind sie jetzt mal verzeichnet und man kann bewerten, ob sie vergrößert sind. Sonst habe ich weder im Ultraschall noch beim Röntgenbild der Lunge auch nur einen einzigen irgendwie geschwollenen Lymphknoten. Hoffentlich bleibt das so. Irgendwie muss ich mich noch mit der Krankheit arrangieren. Es gibt Zeiten, da denke ich kaum daran, und dann kommen Tage, da beziehe ich fast jedes Wehwehchen auf die CLL.

@ Seoul: Super, dass FCR bei dir so gut anschlägt. Ich drücke dir die Daumen, dass du eine ganz lange Remission hast. Eine Studie der Mayo Clinic in den USA hat übrigens ergeben, dass bei einem nicht unwesentlichen Teil der ersten mit FCR behandelten Personen die CLL bis heute noch nicht wieder nachweisbar ist. Günstige Faktoren scheint ein mutierter IGHV-Status zu sein (60% der Patienten damit haben seit mindestens 9 Jahren eine komplette Remission). Hier wird davon berichtet:
http://www.youtube.com/watch?v=Tk_j2hYJYuU

@ Koenigmm, Thomas55, Stintino: Danke für die beruhigenden Worte. Auch euch bzw. euren Angehörigen noch viele, viele schöne Jahre ohne Probleme mit der dämlichen Krankheit.

seoul1
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Re: Vergrößerte Lymphknoten am Hals

Beitrag von seoul1 » 21.01.2014, 19:36

Hallo Nebelzauberer,
also bei mir waren diese Anzeichen auch ca. ein Jahr vor Diagnose und Therapie tastbar. Ich habe mir, da ich ja nicht diagnostiziert war, überhaupt nichts dabei gedacht, dass ich in der Leiste rechts und am Hals rechts je einen kleinen Knoten geabt habe. Dachte, nun ja, dass geht schon wiedewr weg und irgendwann fragst du mal den Arzt.

Es kamen dann Monate vor der diagnose die typischen Zeichen - wie ich heute rekapituliere - hinzu, schlapp und etwas Schweiss nachts... aber, ich dachte an alles andere, nicht CLL.

Meinen immer weiter abfallenden HB Wert habe ich nicht als solches erkannt, großer Fehler, wie ich heute weiß. Seit 20 Jahren ließ ich 1/4 jährlich Blutbilder erstellen, aber in 2013 letztmals im März... viel zu tun...

Bei Diagnose gefragt, ob ich Knoten habe, sagte ich, nö, nur so kleine Dinger hier. Dann stellte sich heraus, es waren noch weitere im Körper, an drei Stellen. WOW. CT und Untrschall ergaben Genauigkeit. Ich war platt....

Dann sofort FCR... beste Alternative lt DCLLSG. Heute, nach Beginn des 4. Zyklus hat sich das komplette Blutbild wieder stabilisiert, lediglich die Leukos gehen bei Chemo runter, aber eben auch wieder rasch bergauf.... bis 5,0 oder so, dann Beginnt ja die nächste Tour.
Mein HB hat sich durch die Säuberung des KM wieder erholt, z,zt. 12,5 mit steigernder Tendenz (viele Retikulozyten und gutem RPI).
Trombos bei 250, gehen immer etwas runter, aber eben auch wieder rauf...

Insgesamt geht es mir wesentlich besser als vor der Therapie, auch weil ich Gewicht abgeworfen habe.

Bin jetzt von Essen nach Köln gegangen und fühle mich dort äußerst wohl...und , poch,poch, poch... bisher keine Nebenwirkungen.
Morgen US, aber gefühlt wurde nichts mehr, sodass bereits jetzt CR erreicht wurde. Trotzdem sollen weitere Zyklen gemacht werden, sagen die Experten, da nur so eine lange Rem erreicht werden kann.
Lase auch eine MRD machen.

Mal sehen, wie es weitergeht. demnächst werden wir ja viele weitere Medikamente zur Verfügung haben. Ich bin da sehr zuversichtlich, denn, ändern kann ich nichts mehr an meiner Diagnose. Ich habe meine Lebensweise umgestellt... mehr kann ich ja nicht tun, außer mich jeweils genaustens informieren....Aufpassen muss man bei allem, wie ein Schießhund, das war meine Erfahrung in E...Wenn Patienten mehr lesen als Ärzte muss etwas falsch sein.

Koenigmm
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Re: Vergrößerte Lymphknoten am Hals

Beitrag von Koenigmm » 21.01.2014, 18:50

Hallo Nebelzauberer,

ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Du dir hier Sorgen machst.
Mir würde es nicht anders gehen!

Ich dachte aber bisher immer, dass solche typischen B-Symptome hauptsächlich bei "schlechten" Blutwerten auftreten.
Wahrscheinlich liege ich hier aber vermutlich falsch, zumal Deine doch recht guten Blutwerte stabil sind.

Die Lymphknoten am Hals können aber auch in einem anderen Zusammenhang stehen und nicht unmittelbar mit der CLL zu tun haben.
Geschwollene Lymphknoten können auch ihre Ursache z.B. bei einer Erkältung (grippaler Infekt) haben.
Mein Bruder hat beispielweise keine CLL und hat vor ca. 2 Jahren auch geschwollene Lymphknoten gehabt, welche sich nach einiger Zeit wieder zurückgebildet haben.
Siehe auch, Zitat aus :www.netdoktor.de/symptome/geschwollene-lymphknoten/)
."...Geschwollene Lymphknoten kennen die meisten, wenn sie eine Erkältung (grippaler Infekt) oder eine andere Infektion haben. Am Hals lässt sich eine deutliche Schwellung tasten, die normalerweise dort nicht vorhanden ist. Dies ist ein Zeichen dafür, dass der Körper gerade mit einer Infektion oder Krankheitserregern kämpft – die Lymphknoten können eine Größe von zwei Zentimetern und mehr annehmen...."

Wir "CLLer" ´neigen ja oftmals dazu, viele Erkrankungen nur auf unsere CLL zu schieben und vergessen, dass auch andere Menschen die keine Leukämie haben, daran leiden können.

Ich hoffe sehr, dass die Lymphknoten bei Dir wieder genauso schnell verschwinden, wie sie gekommen sind.


Gruss,

Koenigmm

Thomas55
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Re: Vergrößerte Lymphknoten am Hals

Beitrag von Thomas55 » 21.01.2014, 09:36

Nebelzauberer hat geschrieben: Habt ihr Tipps oder Ratschläge, was ich bestenfalls tun sollte?
Nebelzauberer
Hallo Nebelzauberer,

Tip : ruhig bleiben, es ist völlig überreagiert wenn Du über ein Richter-Syndrom nachdenkst. Wenn die Lymphknoten tatsächlich wegen der Cll etwas vergrößert sein sollten, wäre dies ja einmal normal, da das ja zur Cll gehört, zum anderen besagt das noch gar nichts darüber, wie schnell man therapieren muss. Die können größer werden, stehen bleiben oder auch wieder schrumpfen. Wir haben in unserer Gruppe jemand der 6 Jahre lang riesige Knoten (wie Kröpfe) am Hals hatte, ohne Probleme und jetzt sind sie nur mit Leukeran stark geschrumpft. Warum weitere Untersuchungen wie MRT usw. ? Hätte doch keinerlei Konsequenzen zur Behandlung. Binet A, B, oder C Einstufungen haben nur sehr beschränkte Aussagen. Ich bin seit 17 Jahren in C bezw. RAI IV, lebe immer noch und komme grad von einer eineinhalbstündigen Walkingtour zurück. Wie gesagt : ruhig bleiben, Du berichtest ja selbst dass es Dir gut geht, Du Dich nicht wie ein Krebspatient fühlst und insoweit auch keiner bist !

Gruß
Thomas

Stintino
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Re: Vergrößerte Lymphknoten am Hals

Beitrag von Stintino » 21.01.2014, 09:33

Hallo Nebelzauberer,

vermutlich werde ich dir jetzt nichts schreiben, was du nicht selbst schon wüsstest - trotzdem:
Ich selbst bin zwar "nur" CLL-Angehörige, aber relativ nah dran und bei den Untersuchungsterminen regelmäßig dabei. Also, selbst wenn die vergrößerten Lymphknoten der CLL geschuldet sind, so heißt das - aus meiner laienhaften Sicht - nicht, dass die Krankheit bei dir von Binet A nach Binet B voran geschritten wäre. Erst wenn 3 unterschiedliche Regionen auffällig würden, wäre die Rede davon. Handlungsbedarf besteht wie du weißt trotzdem erst dann, wenn die Lymphknoten schmerzhaft sind bzw. auf Blutgefäße oder andere Organe drücken.

Die Idee, du könntest von einer Richter-Transformation betroffen sein, halte ich angesichts der "Laufzeit" deiner CLL, fehlender Vorbehandlungen und deinem guten Allgemeinbefinden für sehr unwahrscheinlich. Auf die Frage, wie sich denn eine RT "ankündige" sagte uns ein niedergelassener Hämatologe in Köln "das würden Sie dann schon ziemlich schnell merken".

Als bekennender Hypochonder und Mensch, der bei der kleinsten Erkältung sofort vergrößerte Lymphknoten am Hals ertasten kann, ist mir das was du als "Tick" beschreibst sehr vertraut. Vielleicht kannst du ja trotzdem mal versuchen, dir das Betasten für immer länger werdende Zeiträume zu untersagen ;-)

Zu deiner Frage nach dem MRT: an der Uniklinik Köln werden bei CLL-Patienten, bei denen keine Therapie ansteht, per se keine MRTs gemacht: die Ärzte tasten "lediglich" die entsprechenden Lymphregionen ab. Der niedergelassene Hämatologe riet meinem Bruder unmittelbar nach der Erstdiagnose dagegen zu einem MRT (es gibt wohl mittlerweile in größeren Städten besonders "strahlungsarme" Geräte..) als so genannter "Baseline". Nach 3 Jahren wurde kürzlich ein weiteres gemacht, um Veränderungen so besser im Blick haben zu können.

Es gibt sicherlich Argumente für beide Handlungsempfehlungen - die Entscheidung triffst du dann gemeinsam mit deinem Arzt. Last but not least: lass' dich nicht ins Boxhorn jagen, bleib' zuversichtlich und vertraue deinem Arzt!

Viele Grüße
Stintino

Nebelzauberer
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Vergrößerte Lymphknoten am Hals

Beitrag von Nebelzauberer » 20.01.2014, 19:57

Guten Abend,

ich bin mal wieder in der psychischen Abwärtsspirale und mache mir Sorgen aufgrund zweier tastbarer, schmerzloser, kunbbeliger Lymphknoten an der linken Halsseite. Von außen sind sie nicht sichtbar, aber wenn man etwas Druck ausübt, kann man sie ganz kurz erfühlen. Das erste Mal bemerkte ich sie vor etwa 4 Wochen während der Weihnachtstage, konnte die schlechten Gedanken dann aber doch verdrängen. Allerdings meldeten sich die dann zum neuen Jahr und trieben mich vorletzte Woche zu meinem Onkologen. Der konnte die beiden Kameraden auf Anhieb nicht ertasten, bemerkte sie aber, als ich ihm die Stellen zeigte. Er meinte, die seien noch zu klein, um ihn zu beunruhigen. Blut wurde auch abgenommen, da ist aber alles weiter stabil. Auch sonst fühle mich dank mehr Sport, besserer Ernährung und weniger PC-Sitzen nicht unbedingt wie ein Krebspatient. Tja, irgendwie lassen mich aber drei Gedanken nicht los:
1. Richter-Transformation oder ein anderes freundliches Lymphom, das auf der Grundlage der CLL freundlich vor sich hinwächst.
2. CLL schreitet voran und befällt allmählich die Lymphknoten. Noch vor einem halben Jahr Binet A und nun schon B - das kann ja herrlich werden. In diesem Zusammenhang: Was heißt eigentlich Lymphknotenregion und ab wann spricht man denn dann von Schwellung?
3. Sollte man nicht doch besser ein MRT bzw. zumindest mal einen Ultraschall der beiden Gesellen machen, um etwas genauer Bescheid zu wissen?
Naja, und im Hintegrund schwelt die Hoffnung, dass es vielleicht mit einem kariösen Zahn zusammenhängt, der ein Inlay bräuchte, aber aufgrund von Differenzen zwischen Zahnarzt und Privatkasse und einem kleinen Papierkrieg auf seine Behandlung wartet und derweilen nur notdürftig verschlossen ist. Leider wird das Befühlen der betroffenen Stellen allmählich zu einem "Tick", was vermutlich auch deren Verkleinerung eher entgegenwirkt.
Hat jemand von euch hier irgendwelche Erfahrungen? Wie sieht es mit tastbaren Lymphknoten bei euch aus? Habt ihr Tipps oder Ratschläge, was ich bestenfalls tun sollte?

Abendlichen Gruß

Nebelzauberer

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