Lymphozyten erniedrigt/Neutrophile erhöht/ blaue Flecken

Woran erkenne ich Leukämie? Wie verstehe ich Laborergebnisse und Arztberichte? Was bedeuten meine Werte z.B. zu PCR, FISH, Zytogenetik?

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Sonja1234
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Re: Lymphozyten erniedrigt/Neutrophile erhöht/ blaue Flecken

Beitrag von Sonja1234 » 19.02.2020, 09:43

Lieber Thomas,

Danke für deine Antwort und Erklärung. Ich habe tatsächlich an 3 Tagen Schmerzmittel genommen (IBU und Paracetamol). Heute sind keine neuen Flecken dazugekommen und das Zahnfleisch hat gestern nicht mehr geblutet. Ich beobachte das mal bis nächste Woche und falls es mehr Flecken werden oder mehr bluten lass ich nochmal ein Blutbild machen.

Liebe Grüße
Sonja

Thomas55
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Re: Lymphozyten erniedrigt/Neutrophile erhöht/ blaue Flecken

Beitrag von Thomas55 » 19.02.2020, 08:07

Sonja1234 hat geschrieben:
18.02.2020, 22:25
Hallo :-)
Wenn am 9.1. ein Oberarzt der Häma-Onkologie in der Uniklinik meine Blutwerte für „völlig undramtisch“ hielt und ich Thrombozyten von über 320.000 hatte, werde ich doch heute keine Leukämie-bedingte Blutungsneigung haben oder? Kann das so schnell gehen? Vor 2 Wochen hatte ich noch die Magenspiegelung, da wurde noch Blut abgenommen und die Gerinnung gecheckt, da hätte man das doch auch gesehen oder?
Hallo Sonja,
theoretisch ist das möglich und zwar ohne dass es sich um eine Leukämie usw. handelt. Es gibt viele Medikamente die bei manchen Patienten Thrombozyten rasch abbauen. Bei mir ist dies u.a. nach einer Paracetamoleinnahme der Fall und zwar sind innerhalb Stunden die Thrombos fast ganz weg. Wenn Du neben den blauen Flecken auch noch an den Waden, Oberarmen usw. kleine flohstichartike Flecken hast (Petechien) könnte das ein Hinweis sein. Medikamenteninduzierte Thrombozytopenie ist nicht ganz so selten und wird oft nicht erkannt, bildet sich aber auch im Regelfall nach absetzen des Medikaments zurück.
Gruß
Thomas

Sonja1234
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Lymphozyten erniedrigt/Neutrophile erhöht/ blaue Flecken

Beitrag von Sonja1234 » 18.02.2020, 22:25

Hallo :-)

Erstmal vielen Dank, dass ich hier sein darf. Ich habe folgendes hinter mir:
Seit Anfang Dezember geht es mir körperlich schlechter. Ich bin 28 und Mutter zweier Kinder. Ich nahm innerhalb weniger Wochen stark ab und fühlte mich schlapp. Nachts schwitze ich vermehrt (mittlerweile weiß ich, dass es aber nicht unter Nachtschweiß fällt, weil es lediglich feuchtere Haut ist). Nach einem Furunkel am Hals schwollen mir mehrere Lymohknoten leicht an und sind seitdem unverändert. Der Hausarzt machte schon Mitte Dezember ein großes Blutbild und fand nix, minimal erhöhte Lymphozyten und minimal zu niedrige Neutrophile. Leukos normal bei 6900.
Anfang Januar bin ich dann zweimal hintereinander ohnmächtig geworden und mein Mann hat mich in die Notaufnahme gebracht. Auch hier wurde nicht so recht etwas gefunden. Die Lymphozyten waren jetzt erniedrigt (12% und absolut ca. 1100) und die Neutrophilen erhöht (82%). Leukos bei 9000. Dem jungen Arzt dort gefiel ich allerdings nicht und er schickte mich in die onkologische Tagesklinik wo ich wenige Tage später einen Termin beim Oberarzt bekam. Dort haben die mich wirklich auf den Kopf gestellt. MRT von Kopf bis Becken. Magen- und Darmspiegelung, Lymphknotenultraschall, Abdomenultraschall, literweise Blut (inklusive diverser Viren). Der Gyn hat dann noch seinen Teil erledigt. Hautkrebscreening. Es kam mir vor wie „wer findet den Tumor“ und ich wusste gar nicht wie mir geschah. Bis auf einen leichten Eisenmangel und die etwas niedrigen Lymphozyten und erhöhten Neutrophilen war alles in Ordnung. Es wurde nix gefunden und ich war super erleichtert.

Das ganze ist jetzt also gut einen Monat her (letztes Blutbild vom 9.1.).
Seit letzter Woche habe ich nun auf einmal einige blaue Flecken an den Beinen bemerkt, die ich mir nicht erklären kann (allerdings sagt mein mann, er findet es normal bei unseren wilden Jungs, die immer auf mir rumblättern). Dazu hatte ich zweimal Blut beim Zähneputzen und einmal morgens Blut beim Naseputzen. Bin allerdings auch stark erkältet (zwei weitere Lymphknoten sind angeschwollen. Ich habe außerdem seit 3 Tagen Schmerzen rechts zwischen Schlüsselbein und Brust (muskulär?).

Jetzt bin ich verunsichert. Vielleicht könnt ihr mir etwas bei meinen Überlegungen helfen.
Wenn am 9.1. ein Oberarzt der Häma-Onkologie in der Uniklinik meine Blutwerte für „völlig undramtisch“ hielt und ich Thrombozyten von über 320.000 hatte, werde ich doch heute keine Leukämie-bedingte Blutungsneigung haben oder? Kann das so schnell gehen? Vor 2 Wochen hatte ich noch die Magenspiegelung, da wurde noch Blut abgenommen und die Gerinnung gecheckt, da hätte man das doch auch gesehen oder?

Ich war so froh, dass die ganzen Untersuchungen ein gutes Ende hatten und meine Kinder wieder ihre normale Mama wieder haben. Ich will nicht, dass das wieder losgeht. :-(

Ganz liebe Grüße!!

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