Das Krebsforschungszentrum der Europäische Stiftung für Onkologie und Umweltforschung (Cancer Research Center of the European Foundation of Oncology and Environmental Sciences) in Bologna, Italien, berichtet, dass eine langfristige Studie zu den potentiellen krebserzeugenden Wirkungen des künstlichen Süßstoffs Aspartam/E951 gezeigt hat, dass dieser Stoff in Tierversuchen zu einer Zunahme von Lymphomen und Leukämien geführt hat.

Neurochirurg Dr. Russell Blaylock kommentierte: "Die im 'European Journal of Oncology' von Morando Soffritti herausgegebene neue Studie sollte Mütter und all diejenigen erschrecken, die mit Aspartam gesüßte Produkte konsumierten. Dies sorgfältig durchgeführte Studie zeige eindeutig eine statistisch signifikante Zunahme mehrerer Arten von Lymphomen und Leukämie in Ratten. Beide bösartigen Erkrankungen haben [beim Menschen] seit der verbreiteten Verwendung von Aspartam bedeutend zugenommen". Für die Studie wurden insgesamt 1.800 Ratten nach Geschlecht getrennt in Gruppen von 100 bis 150 Tieren aufgeteilt, in denen die einzelnen Tiere jeweils zwischen 0 bis 5.000 Milligramm Aspartam pro Tag und Kilogramm Körpergewicht erhielten. Die Tiere erhielten diese jeweils spezifische Dosis von ihrer achten Lebenswoche bis zu ihrem Tod. Schon die Gruppe, die täglich 20 Milligramm Aspartam pro Kilogramm Körpergewicht erhielt, wies bei den weiblichen Tieren eine Erkrankungsquote von 20% auf, während die Kontrollgruppe, die kein Aspartam erhielt, nur zu 8,7 Prozent erkrankte. Die empfohlene Höchstdosis liegt in der EU für das beispielsweise unter verschiedenen Markennamen vertriebenen Aspartam, das sich mit dem Hinweis "enthält Phenylalanin" auch in zahlreichen Lebensmitteln von Limonadengetränken über zuckerfreien Kaugummi bis Diät-Schokolade findet, bei 40 Milligramm pro Kilogramm und Tag.

"Diese Studie bestätigte die vorherige Studie von Dr. Trocho und Kollegen, die auch herausfand, dass das Formaldehyd-Abbaubrodukte von Aspartam zu zellularen DNA-Schäden führte, und dass diese Schäden sich ansammelten. Die Art des Schadens war ähnlich zu denen, die mit Krebsarten in Zusammenhang gebracht werden.", so Dr. Blaylock. Gemeinsam mit der neueren Studie bedeute dies, dass der Konsum von jeder einzelnen mit Aspartam gesüßten Diätcola das Risiko erhöhen könnte, ein Lymphom oder eine Leukämie zu entwickeln. Die Studie fand auch heraus, dass sogar niedrige Dosen von Aspartam diese bösartigen Erkrankungen verursachen konnten; und je höher die Dosis, desto mehr Krebserkrankungen wurden beobachtet. 

Die Pressemitteilung zur italienischen Studie besagt, dass die Ergebnisse zum ersten Mal aufzeigten, dass Aspartam ein krebserzeugender Stoff ist. "Wie von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkannt, sagen die Ergebnisse langfristiger Bioassays bei Nagetieren (Ratten und Mäusen) sehr viel über das Krebsrisiko für den Menschen voraus. In Licht dieser Tatsache rufen die Ergebnissen der CRC/ERF-Studie zu Aspartam zu einem dringenden Überdenken von Bestimmungen zu seiner Verwendung als künstlicher Süßstoff auf, um die Gesundheit zu schützen, insbesondere der von Kindern." 

In einer im Juli ergangenen Erklärung der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde zeigte sich diese angesichts der Studie der Ramazzini-Stiftung zumindest zurückhaltend besorgt und kündigte eine genaue Begutachtung an, wollte aber nicht soweit gehen, zu einem generellen Verzicht auf Aspartam zu raten. Gleichzeitig existieren viele wissenschaftlichen Quellen, zum Teil auch von der Industrie finanziert, die solche Zusammenhänge bestreiten. Aspartam wird seit vielen Jahren sehr kontrovers diskutiert.

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