| Stichwort |
Definition |
| Aberration |
Anomalie bzw. Veränderung |
| Absorption |
Aufnahme von Medikamenten in die Blutbahn |
| Adjuvante Therapie |
Begleitende bzw "dazuhelfende" Therapie zur einer Haupttherapie. Ziel ist die Verstärkung der Haupttherapie oder die Unterstützung des Heilungsprozesses. |
| akut |
plötzlich einsetzend, heftig; von kurzer Dauer |
| akzeleriert |
beschleunigt |
| ALL |
Akute Lymphatische Leukämie |
| allogen |
von einem anderen Menschen stammend, z.B. Fremdspende.
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| Alopezie |
Haarausfall (kann als Nebenwirkung einer Chemotherapie auftreten) |
| AML |
Akute Myeloische Leukämie |
| Amplifikation |
Herstellung vieler DNA-Kopien von einer Original-DNA- oder RNA-Zielsequenz. |
| Anamnese |
Krankheitsvorgeschichte |
| Angiogenese |
Blutgefäßneubildung; wachsende Tumoren regen die Angiogenese an, um ihren Nährstoff- und Sauerstoffbedarf sicherzustellen |
| Ansprechrate |
Prozentualer Anteil der Patienten, bei denen die Erkrankung sich durch eine bestimmte Behandlung zurückbildet |
| Antiangiogenese |
Hemmung der Gefäßneubildung (Angiogenese), dadurch werden die Tumorzellen von der Nährstoffversorgung abgeschnitten, sie "verhungern"; möglicher neuer Ansatz in der Tumortherapie. |
| Antigen |
Molekül, das vom Immunsystem als "fremd" erkannt wird; Molekül, das von einem Antikörper erkannt wird, z.B. auf der Oberfläche von Zellen |
| Antikörper |
Von Immunzellen (B-Lymphozyten) gebildete Proteine, die gezielt Strukturen (Antigene) auf der Oberfläche von Krankheitserregern, Zellen oder Molekülen erkennen und sich an sie binden. Antikörper dienen dem Immunsystem zur Erkennung und Zerstörung von Erregern oder abnormen Zellen. |
| Antimetaboliten |
Zytostatisch wirksame Substanzen, die nach dem Prinzip der kompetitiven Hemmung in den Nukleinsäure- oder Eiweißstoffwechsel (der Krebszellen) eingreifen. Wirkprinzip: Im chemischen Aufbau zeigen Antimetaboliten nur geringe Unterschiede zu körpereigenen Substanzen und führen zu einer Störung im Stoffwechsel von Tumorzellen. |
| antimykotisch |
Pilze, im weiteren Sinne auch Bakterien ("Spaltpilze"), bekämpfend |
| Antisense-Molekül |
Ein Antisense-Molekül ist ein spiegelbildlich zu einem funktionellen DNA-Strang aufgebautes DNA- Molekül. Man geht davon aus, dass sich das Antisense-Molekül an sein Spiegelbild anlagert, wobei dies sowohl DNA wie auch mRNA sein kann. Durch diese Paarbildung wird der DNA- oder RNA- Strang inaktiviert, so dass das entsprechende Protein nicht mehr gebildet werden kann. |
| Anämie |
Blutarmut; Mangel an roten Blutkörperchen oder Verminderung ihres Gehaltes an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) |
| Apherese |
Verfahren, um Zellen aus dem Blut zu separieren (auszusondern). Es wird benutzt, um Stammzellen zu sammeln, aber auch, um Thrombozytenkonzentrat herzustellen. Das Blut wird dabei durch eine Maschine gepumpt, in der sich eine Zentrifuge befindet. Die Stammzellen setzen sich dabei in einer Schicht ab, die abgesaugt wird. Das restliche Blut wird wieder aufgemischt und dem Patienten zurückgegeben. Bei sehr guten Venen kann die Apherese über die Armvenen erfolgen. In der Regel wird aber ein sog. Shaldon- oder Dialyse-Katheter verwendet. Das ist ein etwas dickerer Katheter mit zwei Lumina (Kanälen), der in einer Hals- oder Schlüsselbeinvene liegt. Die Prozedur selbst ist schmerzlos und wenig belastend. Sie dauert ca. vier Stunden pro Sammlungssitzung und wird jeden Tag wiederholt, bis genügend Zellen gesammelt sind, jedoch höchstens vier Mal. |
| Aplasie |
Zustand eines funktionsunfähigen Knochenmarks, das keine Blutzellen produzieren kann. |
| Apoptose |
Durch die Zelle aktiv ausgelöster (programmierter) Zelltod. |
| Arzneimittelgesetz |
Gesetz über den Verkehr von Arzneimitteln, Abk. AMG. Das AMG enthält Vorschriften für die Entwicklung, Herstellung, Prüfung, Zulassung, Kontrolle, Verschreibung und Abgabe von Arzneimitteln und die Verbraucheraufklärung sowie die Gefährdungshaftung pharmazeutischer Hersteller.
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| Auer-Stäbchen |
Zellorganellen aus azurophilen Granula im Zytoplasma weißer blastärer Vorstufen von Blutzellen der myeloischen Reihe (Myeloblasten, Promyelozyten) bei akuter myeloischer Leukämie u. myelodysplastischen Syndromen (sind Anhalt für den myeloischen Ursprung der Blasten) |
| autolog |
körpereigen, vom Patienten selbst stammend, z.B. Eigenspende.
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| Azurophile Granula |
durch Azur-Eosin-Methylenblau (GIEMSA-Färbung) darzustellende purpurrote Körnchen im Zytoplasma der Mono- u. Lymphozyten |
| BCR-ABL |
BCR-ABL ist ein Fusionsgen auf Chromosom 22. Das Chromosom mit diesem Gen wird als Philadelphia-Chromosom bezeichnet. Es kommt bei fast 95 Prozent der Patienten mit CML (Chronisch Myeloischer Leukämie) vor. Das Gen ABLim Fusionsgen enthält den Bauplan für ein Enzym, eine Tyrosinkinase. Dieses Enzym ist wesentlich an der Übertragung von Signalen beteiligt, die für die Regulation des Zellwachstums und der Zelldifferenzierung erforderlich sind. Durch die Fusion der beiden Gene wird das Tyrosinkinase-Gen aktiviert. Die Folge: Zellen mit diesem Gen vermehren sich unkontrolliert. Das molekulare Ereignis wird als Hauptursache für die Entstehung der CML angesehen. |
| Biopsie |
Entnahme einer Gewebsprobe zum Zweck der mikroskopischen Untersuchung. Bei der Knochenmarkbiopsie wird Knochenmark z.B. aus dem Beckenknochen zum Zwecke der zytogenetischen Untersuchung entnommen. |
| Bioverfügbarkeit |
Pharmakologische Meßgröße für den Anteil eines Stoffes, der unverändert im Blutkreislauf zur Verfügung steht. Sie gibt an, wie schnell und in welchem Umfang der Wirkstoff eines Arzneimittels resorbiert wird und am Wirkort zur Verfügung steht. |